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Lucanor by Wen M

Beschreibung Bearbeiten

Ein hochgewachsener, schlanker Mann der wirkt wie Mitte Zwanzig. Mit seinem langen Haaren und den ausdrucksstarken Augen ist er sicherlich als gutaussehend zu bezeichnen, auch wenn der ernste Gesichtsaudruck diesen Eindruck trübt. Ihn umgibt die Aura eines Anführers - etwas, was viele seiner kaiserlichen Herkunft und der Erziehung zuschreiben, die er genossen hat. Doch löst die kalte Ungerührtheit, mit der er dem Leben begegnet, bei Manchen durchaus auch ein Schaudern aus.

Er hat ein ruhiges, nachdenkliches Wesen, Entscheidungen trifft er rational und mit dem Blick auf das große Ganze. Sein messerscharfer Verstand und seine Bildung machen ihn zu einem Universalgenie und befähigen ihn zu einer Einsicht in die menschliche Psyche, die es fast unmöglich macht, ihn hinter's Licht zu führen. Nach seinem kurzen aber erfolgreichen Feldzug gegen die organisierte Kriminalität in seinem Fürstentum zweifelt auch niemand mehr daran, dass er in der Lage ist, harte aber notwendige Entscheidungen zu treffen. Lucanor ist durchaus bereit, Menschenleben zu opfern, um ein Ziel zu erreichen und es gibt Stimmen, die ihn als amoralisch, gar böse beschreiben. Andere wiederum vergöttern ihn für den Wohlstand, die Kultur und die Sicherheit, die er seinem Fürstentum in nur drei Jahrzehnten gebracht hat. Möglicherweise ist also alles nur eine Frage des Blickwinkels.


Politik Bearbeiten

Schlo

Lucanors Palast

Lucrecio liegt genau zwischen dem Kaiserreich, der Azur Allianz, den bischöfflichen Staaten und den Fürstentümern von Al'Ennet. Doch anstatt sich einem dieser Blöcke anzuschließen, verhält sich Lucanor derzeit neutral. Weder hat er sich vom Kaiserreich losgesagt noch Elisabetta die Treue geschworen. Er empfängt Botschafter der Azur Allianz (die ihm offen den Beitritt zur Allianz angeboten hat) genauso wie er mit der Kirche auf gutem Fuß steht, ohne jedoch auf deren Angebote sich ihnen anzuschließen einzugehen. Auch unterhält er gute Beziehungen sowohl zu Tol Rauko als auch zur Inquisition, obgleich erstere nur noch eine Feste in Lucrecio besitzen und letztere gar nicht im Fürstentum vertreten ist - es ist einfach nicht notwändig. Zudem unterhält er Handelsbeziehungen zu der Küste des Kommerz, insbesondere nach Gabriel. Keiner weiß so recht, was der letzte Nachkomme der Giovanni - Linie vor hat, eine Tatsache, die dem Fürsten von Lucrecio nur Recht zu sein scheint.

Bisher hat auch noch niemand versucht, Lucrecio militärisch zu annektieren, da jedem bewusst ist, dass Lucanor nur ein Bündnis mit einer der anderen Parteien eingehen müsste, um den Angriff abzuwehren - etwas, dass jede Partei unbedingt vermeiden möchte.


Geschichte Bearbeiten

Lucanor (* 948 ?) ist der letzte lebende direkte Nachkomme Zhorne Giovannis und war eigentlich Thronerbe des Heiligen Kaiserreiches Abels. Doch es sollte anders kommen. Sein Vater, Kaiser Lascar Giovanni, war ein grausamer und verderbter Mann, unter dessem Schutz am Hofe Unsägliches getan wurde. Seine Mutter, die Prinzessin von Lucrecio, soll - so sagt man - Selbstmord begangen haben, um zu verhindern, dass sie Lascar einen Erben zur Welt brächte - jedoch wurde Lucanor aus dem Leib seiner toten Mutter geschnitten und überlebte.

Als Kriegsherr Elias Barbados, Cousin des Kaisers, den Kaiser absetzte, bedrohte dieser als letzte grausige Tat seinen eigenen Sohn, Lucanor, so dass dieser gezwungen war, seinen eigenen Vater zu töten. Damit war Lucanor jedoch ein Mörder und wäre als Kaiser nicht anerkannt worden. So bestieg Elias den Thron und ernannte den vormaligen Thronerben, auf Grund der Herkunft seiner Mutter, zum Fürsten von Lucrecio - ein stattliches Exil, aber ein Exil.

Lucanor ging auf die Universität von Ilmora und überflügelte dort binnen dreier Jahre alle seine Lehrer. Der junge Giovanni vertiefte sich in die Wissenschaft und gilt heutzutage als einer der klügsten Köpfe Gaias. Jüngst hat er mit dem Luftschiff seine neueste Erfindung vorgestellt, die alsbald den Verkehr zwischen den Fürstentümern revolutionieren soll.

Beinahe nebenbei hat er Lucrecio von einem armen, zerissenen, rückständigen Land zu einem der ruhigsten und sichersten Fürstentümer der Welt gemacht, die Bildung seiner Untertanten gesteigert und die Armut drastisch gesenkt. Praktisch niemand muss hungern und die Straßen des Fürstentums gehören zu den sichersten in ganz Gaia. Zudem gilt Lucrecio heute als das fortschrittlichste Fürstentum der Welt, mit dem nur Abel selbst konkurriert.

Viele erwarten, dass er einst doch noch Kaiser werden wird, zum Beispiel durch die Heirat mit Elisabetta Barbados, doch bisher scheint er keine Anstalten zu unternehmen, nach dem Thron zu greifen.