FANDOM


PersonenBearbeiten

  • Sandor Reed: Reed war ein wichtiger Handelspartner der Familie. Der Markt in Americh war immer etwas risikoreich, brachte aber langfristig immer gute Profite, da die Gewinne die Verluste überstiegen. Reed hatte sich zuletzt eine größere Summe Geld geliehen.
  • Estelle Reed: Frau und nun Witwe Sandors. Wird vom Verwalter der Familie bedrängt und fürchtet um ihr Leben. Hat Alessandro ein Angebot gemacht, dass durchaus einen gewissen Reiz ausübt
  • Horatio Monti: Verwalter des Reed'schen Kontors. Hat nach Estelles Angaben bereits Pläne gehabt Sandor meucheln zu lassen. Versucht Estelle dazu zu bringen, ihn zu heiraten, um dann ganz offiziell den Kontor zu übernehmen.
  • Aizen: Arbiter und rechte Hand des Kriegsfürsten Matthew Gaul


TräumeBearbeiten

Nacht 20/21Bearbeiten

Nebel wabert durch die Straßen, hat sich auf die nächtliche Stadt wie ein Schleier gelegt. Nur vage kannst du den Mond erkennen, der voll und rötlich über der Stadt leuchtet. Ungehört und ungesehen erklimmst du die Mauer des Anwesens, in dem du Estelle vermutest. Das Gras raschelt kaum, als du dich fallen lässt und du bist sicher, dass die wenigen Geräusche, die du erzeugst, schon gleich darauf vom Nebel verschlungen werden. Einem Schatten gleich erreichst du die Hintertür, die dir wenig entgegen zu setzen hat - der dunkle Flur liegt vor dir. Vorsichtig arbeitest du dich die Treppe hoch, vermeidest jedes Knarzen. An einer Tür hältst du an und legst dein Ohr an das Holz. Du kannst schwere Atemzüge vernehmen. Ob das Monti ist? Oder nur ein Diener? Gerne würdest du dem Kerl geben, was er verdient, aber deswegen bist du nicht hier. Noch nicht.

Schnell huschst du weiter, Zeit ist kostbar. Einmal über den Flur, dann findest du die verschlossene Tür, die zu dem vergitterten Raum führt, den du von unten gesehen hast. Einige bange Momente, dann öffnet sich das Schloss mit einem leisen Knacken. Du siehst dich um, dann huscht du in den Raum hinein. Deine Augen haben sich mittlerweile an das schummrige Licht gewöhnt und so ist es kein Problem für dich, die Gestalt in dem großen Himmelbett mitten im Raum zu sehen. Eine schlanke, zierliche und deutlich weibliche Gestalt, mit einem Laken nur halb bedeckt. Haut wie Alabaster im durch den Nebel gefilterten Mondlicht. Du huscht zum Bett, um die schlafende Schönheit zu wecken, bereit, ihr die Hand auf den Mund zu legen, damit sie im ersten Schreck nicht schreit. Doch was ist das - was liegt dort auf dem Bett? Du nimmst den Gegenstand hoch - ein Dolch. Rotes Blut tropft von der Klinge, auf das weiße Laken. Dein Blick wandert hinab - und dort siehst du auch den Fleck, seltsam deutlich in dieser sonst so schattenhaften Welt. Die leuchtend rote Blume des Todes. Du kommst zu spät!

Dann flammt das Licht auf - und ehe sich deine Augen erholen können, wird die Tür aufgerissen und Soldaten stürmen in den Raum, um dich zu überwältigen. Dazwischen steht Horatio Monti, mit einem dröhnenden, höhnischen Lachen. Du wirst in Ketten geschlagen, dann wird es schwarz um dich, als man dir einen Sack über den Kopf stülpt.

Als dieser wieder entfernt wird, stehst du in einem Gerichtssaal. Um dich herum schattenhafte Gestalten auf den Rängen, die wispern, flüstern, ohne dass du sie verstehen könntest. Doch gleich darauf wird deine Aufmerksamkeit von Inquisitor Kadarin gefangen genommen, der sich von dem Stuhl des Richters erhebt und dich mit brennendem Blick anstarrt. "Schuldig bist du, verderbte Seele" sind die Worte, die er spricht. Ein Mensch erhebt sich von der Zeugenbank, ein junger Mann, Gian-Luca? Anklagend hebt er die Hand und deutet mit dem Finger auf dich. "Mörder" sagt er. Seine Augen sind hohl und leer, die Stimme hallt dumpf. Nichts Anderes sagt er, als immer nur "Mörder".

"Er hatte den Dolch noch in der Hand" brummte Horatio Monti, als sei damit alles gesagt. Eine Frau erhebt sich, du erkennst Schild und Rüstung einer Tol Rauko Soldatin. "Man hat immer eine Wahl. Man muss nur mit den Konsequenzen leben" sagt sie.

"Dann ist sein Schicksal besiegelt" spricht der Inquisitor und schlägt mit einem hölzernen Hammer auf den Tisch. "Verbrennt ihn!" befiehlt er.

Gegen deinen Widerstand wirst du nach draußen geführt, wo der Holzstoßschon wartet, als wäre das Urteil von Anfang an klar gewesen. Eine schlanke Gestalt in einem Kapuzenumhang steht neben dem Holz und sieht zu dir hinüber. Als man dich heran führt, streift sie die Kapuze ab. Spöttisch lächelt dich die Magierin an. "Verbrennen? Mit Vergnügen..."

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine Brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...

Mental Health: Very Difficult / -2


Nacht 21/22Bearbeiten

Krähen fliegen auf, als du deine Heimatstadt vor dir siehst. Du siehst auf den Wagen, der von zwei schweren Pferden gezogen wird und mit dem du - endlich - Korn und Lebensmittel bringst. Es war nicht einfach gewesen, all dies zu schaffen - aber du hast es geschafft. Deine Eltern werden stolz auf dich sein. In großen Windungen schlängelt sich der Pfad durch die Wiesen zur Küste. Wie hin gegossen liegt dort deine Heimat, ruhig, friedlich.

Dass es zu friedlich ist, fällt dir erst auf, als du fast schon in der Stadt bist. Kein Vieh, keine Hunde. Die Häuser - nach dem Krieg notdürftig repariert - beginnen wieder zu verfallen. Einige leere Augen und hohle Wangen sehen dich an, als du kommst, doch es ist seltsam leer auf den Straßen. Nur der Friedhof ist bevölkert - mit frischen Gräbern. Mit Furcht im Herzen kommst du vor euer Haus. Du klingelst, doch niemand öffnet. Gewaltsam verschaffst du dir Eintritt, hastest die Treppe nach oben... und findest deine Eltern. Tod. Verhungert. Du kommst zu spät. Zu spät...

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine Brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...

Mental Health: Difficult / +0



OrteBearbeiten