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WerteBearbeiten

Gnosis: 10

Schicksalspunkte: 3


ElanBearbeiten

keiner


HintergrundBearbeiten

Lucille ist über ihre mütterliche Erblinie eine der Nachkommen der Elite Solomons und trägt als solche die Nanomaschinen im Blut, die ihr eine Kontrolle über Lost Loggia erlauben.


PlotBearbeiten

TräumeBearbeiten

Die Nacht nach der Nacht der UntotenBearbeiten

(1)Du träumst einen farbigen, lebhaften Traum:

Du reitest über eine große, weite, sonnenbeschienene Wiese. Das Gras ist saftig und grün, Felder von bunten Blumen wiegen sich sanft im Wind, ihr betörender Duft hängt in der Luft. Du gibst Arie eine sanfte Schenkelhilfe und schon fliegt sie förmlich über das Land. Dein Haar weht im Wind, bunte Bänder deiner Kleidung flattern. Du bist frei, ungebunden, bereit für neue Abenteuer. Mit einem sanften Sprung überquert ihr einen Fluss, der sich - glitzernd wie tausend Edelsteine - durch die grüne Wiese schlängelt. Farbenprächtige Schmetterlinge umschwirren dich für einige Augenblicke, als wollten sie mit dir tanzen. Du kicherst, dann bist du auch schon vorbei geritten, hinfort getragen vom Winde. Du reitest eine Kuppe hinauf und hältst dort an. Dein Blick schweift über das weite Land. In der Ferne kannst du eine Stadt erkennen, aus deren Mitte dunkle Türme wie Finger in den Himmel ragen. Auf einmal fröstelt dir. Ein kalter Windstoß weht über das Land. Das Gras scheint zu gefrieren, die Schmetterlinge bleiben, von Reif überzogen, inmitten der Luft stehen und fallen dann leblos zu Boden. Das Licht der Sonne ist drüb geworden. Du hast das Gefühl, als ob sich etwas nähert, etwas Dunkles, Unheimliches.

--- Du schreckst aus dem Schlaf hoch, dein Herz klopft. Der erste Teil des Traumes war wunderschön, warum hat er sich so gewandelt? Dir fröstelt.


(2)Eine Tür. Die Tür. Groß ist sie, doppelflüglig und aus Holz. Vor Generationen hat ein heute unbekannter Künstler dieses Holz mit Schnitzereien verziert. Jeder Quadratzentimeter des alten, glatten, dunklen Holz ist mit Schnitzereien bedeckt. Unzählige Male hast du sie abgefahren, so oft, dass deine Finger bluten. Du sitzt auf kaltem Steinboden, barfuß, mit Nichts am Leibe als einige alte, zerissene, schmutzige, stinkende Fetzen. Dein Haar ist verfilzt und starr vor Dreck, deine Haut trocken und schmutzig. Du hast alles verloren, hast nichts mehr, nicht einmal ein Kupferstück. Du bist hungrig und durstig, doch du kannst nicht hier weg. Nicht, bevor du nicht einmal Einlass erhalten hast. Denn nichts anderes ist mehr geblieben, als der Schatz hinter dieser Tür.

Da, die Tür öffnet sich. Dahinter ist es hell, warm und freundlich. Eine Bibliothek, hunderte und aberhunderte von Büchern stehen sorgsam aufgereiht in den Regalen. Das Wissen der Menschheit, all die Geheimnisse der Vergangenheit! Du setzt dich in Bewegung, deine Glieder sind kalt und steif. Mit zusammen gebissenen Zähnen kriechst du über den kalten Boden. Es ist doch nur ein kurzes Stück, wieso erscheint der Weg dir so lang, so unendlich lang? Schon beginnen sich die Türen wieder zu schließen. Ein stummer Schrei entringt sich deiner Kehle, du vervielfachst deine Anstrengungen. Nur einmal dort hinein gelangen, nur ein Blick... nur ein Blick.

Krachen schließen sich die Türen, gerade als du sie erreichst. Hilflos, verzweifelt kratzen deine blutigen Finger über das Holz der Tür, doch es ist kein Hineinkommen. So sitzt du wieder hier, schmutzig, dürstend, frierend, allein im Dunkeln.

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...


(3) Du stehst in einer Bibliothek. Es ist sicherlich die größte Bibliothek, die du je gesehen hast. Buch um Buch steht in den Regalen. Alte Bände, seltene Bände. Du schaust dich um - niemand da. Vorsichtig näherst du dich einem Regal. Langsam hebst du die behandschuhte Rechte und streichst fast ehrfrüchtig über den Ledereinband eines Buches. ein wenig Staub bleibt an deinem Handschuh haften, dein Griff hinterlässt Spuren auf dem Einband. Vorsichtig pustest du, Staub wirbelt auf. Du hustest. Dann greifst du nach dem Band, behutsam, vorsichtig. Langsam ziehst du das Buch aus dem Regal, öffnest es... und erschrickst. Die Seiten wurden herausgerissen. Wer könnte so etwas getan haben? Du greifst nach dem nächsten Buch, öffnest es... auch dieses wurde zerstört. Du lässt es fallen, greifst nach dem nächsten - das gleiche Bild. Und das nächste. Das nächste...

Irgendwann sitzt du in Mitten der Überreste von Büchern. Die ganze Bibliothekt - vernichtet!

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...


(4) Dunkle, laute Gongschläge hallen dumpf wieder. Hunderte Füße scharren über steinernen Boden. Es ist dunkel, kalt. Die Dunkelheit legt sich wie ein Schleier auf deine Haut, so als wäre sie beinahe körperlich. Du befindest dich in einer Menge von Leuten. Ihre Gesichter kannst du nur schemenhaft erkennen, doch das ein oder andere kommt dir vage vertraut vor. Die Menge schwemmt voran, wie von einer unsichtbaren Hand geführt und du wirst einfach mitgenommen. Es geht durch zahlreiche enge, dunkle, schmutzige Gassen, in hunderten Windungen kommen stets neue Menschen hinzu. Schließlich kommt ihr auf einem großen Platz an. Dunkle Globen schweben in der Luft und erfüllen den Platz mit einem seltsamen Unlicht. Hier und da wachsen Dornenbüsche, die schwarze Rosenblüten tragen. Vor einem großen Tor aus schwarzem Metall, welches einen riesigen, dreiäugigen Drachen zeigt, steht ein eiserner Thron: groß, wuchtig, erhaben. Kaum hast du ihn erblickt, verhallen die Gongschläge und du fällst, synchron mit allen Anderen, auf die Knie. Ein kalter Hauch erfüllt dich Hier kommt der Herrscher der Stadt, allmächtiger Tyrann und gnadenreicher Monarch. Wie aus dem Nichts tritt eine schlanke Gestalt vor den Thron. Ein Mann, hochgewachsen, mit blasser Haut und ebenmäßigen Zügen. Angetan ist er mit Stiefel, Hose, Hemd und Wams, alle in schwarz, grau und dunklem blau gehalten. Eine silberne Rose, auf der eine Träne sitzt, ziert den Wams. An seiner Seite hat er ein Schwert gegürtet. Dieser Mann, der eine Aura austrahlt, der man sich nur schwer entziehen kann, hebt die behandschuhten Hände und spricht, mit dröhender Stimme: "Willkommen, meine Untertanen". Dann setzt er sich, und der Blick seiner kohlenschwarzen Augen schweift durch die Menge - und trifft DICH!

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...