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WerteBearbeiten

Gnosis: 10

Schicksalspunkte: 3


ElanBearbeiten

keinen


HintergrundBearbeiten

Lose Enden mit Familie?


PlotsBearbeiten

Helden alter ZeitBearbeiten

Victor ist der wiedergeborene Vah'zuul, ein Jayan


TräumeBearbeiten

Die Nacht nach der Nacht der UntotenBearbeiten

(1) Feuer! Heißes, loderndes, vernichtendes Feuer. Die Stadt brennt. Das Viertel, dass du beschützt hast, brennt. Die Menschen brennen. Die Schreie der sterbenden Menschen dringen an deine Ohren, gleich einem Chor gemarterter Seelen. Der dichte Qualm raubt dir den Atem, während sich der Gestand nach verbranntem Fleisch tief in deine Nase einbrennt. Nicht einmal das Schließen deiner Augen bringt dir Ruhe, denn sogleich siehst du die Seelen der Toten aufsteigen, verzweifelt, verzerrt, siehst, wie sie sich zu einem anklagenden Chor unter dem bleichen Mond zusammen finden, gebunden an diesen Ort.

Fassungslos blickst du auf deine Hände, die rusigen, die angesegnten. Hast du dies hier getan? Ist es deine Schuld, dass diese Menschen brennen. Du kannst dich nicht erinnern, doch alles deutet darauf hin, dass du eben noch in diesem Inferno warst. Und du hast überlebt. Ein Blick nach links. Ein Blick nach rechts. Als Einzigster.

Nein, doch nicht - denn schlurfenden Schrittes kommt eine Gestalt um die Ecke. Schwankt, bleibt stehen. Du hebst den Kopf, blickst in Barnabass Gesicht. Entstellt ist es, von Maden durchzogen, Brutstätte für Fliegen. Der linke Arm ist knöchern, die rechte Hand fleckig. Und doch sehen dich seine Augen an. Und in diesem Blick steht Enttäuschung, große Enttäuschung. "Du hast versagt" spricht er mit Grabesstimme. "Du hast meine Lehren mit Füßen getreten und mein Erbe an dich in Asche verwandelt. Ich lehrte dich, das Leben zu schützen - nich den Tod zu bringen. Nun sieh' dich an. Sieht. Dich. An!"

Die Stimme geht dir durch Mark und Bein. Und auch wenn du weißt, dass dein Lehrmeister untot ist, dass dieser Zustand nicht sein darf, so hast du doch nicht die Kraft etwas zu tun. Du sitzt nur da, auf deinen Knien und blickst zu dem Mann, der einst dein Lehrer und Vater war, auf. "Ich... ich habe mein Bestes gegeben. Stets versucht..." entringt sich deiner Kehle, doch rasch wirst du unterbrochen. "Versuchen ist nicht genug. Man muss es tun. Mit jeder Faser seiner selbst."

Mit einem Knacken birst ein Holzbalken, Häuser stürzen in sich zusammen. Eine Flammenwalze schießt aus dem Inferno heraus, umhüllt das Wesen, das eins Barnabass war. Als das Feuer weicht, ist nichts mehr übrig. Nur noch die Schuld.

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...


(2) Trommler spielen einen Marsch, während du durch die Menge geführt wirst. Wie ein Tier haben sich dich in Ketten gelegt. Große, schwere Eisenketten, mit denen du dich kaum aufrecht halten kannst. Immer wieder knickst du ein, doch die Bewaffneten hinter dir stoßen dich gnadenlos vorwärts. "Hexer" ruft es aus der Menge. "Teufelsfreund", "Monster" - so sind die Namen, mit denen man dich bedenkt. Faulige Tomaten und alter Kohl werden nach dir geworfen, immer wieder treffen sie dich. Stoisch wandert dein Blick nach vorne, wo schon der Henker der Inquistion auf dich wartet. "Schuldig des Bundes mit dem Teufel", so lautete das Urteil. Deine Seele habest du bereits verwirkt, nun werde man dich daran hindern, auch den Seelen anderer zu schaden. Vierteilen, ertränken, verbrennen... so hatte man beschlossen, wolle man mit dir verfahren. Um kein Risiko einzugehen. Dann erreichst du die Richtstätte. Mit schweren Schritten steigst du auf die erste Stufe...

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...



(3) Es ist dunkel, stockdunkel. Dann ein einzelnes Licht, dass einen Fleck in der Dunkelheit erleuchtet, kreisrund und hell. Du siehst dich, in der Luft schweben. Nein, nicht schweben - hängen. Feine Fäden sind an unzähligen Stellen deines Körpers befestigt. Sie alle laufen nach oben, zu einem Punkt über deinem Kopf. Ein Zug an einem der Fäden und schon hebt sich dein Kopf. Ein weiterer Zug - und dein rechter Arm erhebt sich, dann dein linker. Die Sicht wendet sich nach oben und du siehst einen scharf abgegrenzten Rand, wie von einer Puppenbühne. Dort stehen Gestalten und schauen sinister hinunter. Eine davon hält die beiden Kreuze, an denen deine Fäden befestigt sind. Du erkennst einen Mann mit dunklen Haaren... Ernesto Barone, doch die Züge sind dämonisch verzerrt. Kleine Hörner wachsen aus seiner Stirn, die Augen glühen rot. Mit geschickten Fingern zieht er an den Fäden, lässt dich gehen, lässt dich tanzen. Dann greift eine weitere Hand ein, sorgt dafür dass dein Kopf wackelt, deine Beine sich heben. Du erkennst Colio - und er lacht. Die Gestalten wechseln, doch alle ziehen an deinen Fäden. Du siehst Niam, die roten Haare zu einer Feuersäule erhoben. Amber, mit scharfen Krallen und einer langen, dämonischen Zunge. Ein fetter Mann - in Kleidung, die nach Reichtum stinkt, und mit einem Weinkelch angetan - der dich einen Kopfstand machen lässt. Ein Mann in einer Rüstung des Tol Rauko Ordens, der Helm zu einer Dämonenmaske geformt. Marie, mit sinisterem Blick und Stielaugen. Und zu guter letzt--- Barnabas. Alle verbeugen sich vor dem 'Herrn Direktor'. Und er lacht... dröhnend.

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...


(4) Dunkle, laute Gongschläge hallen dumpf wieder. Hunderte Füße scharren über steinernen Boden. Es ist dunkel, kalt. Die Dunkelheit legt sich wie ein Schleier auf deine Haut, so als wäre sie beinahe körperlich. Du befindest dich in einer Menge von Leuten. Ihre Gesichter kannst du nur schemenhaft erkennen, doch das ein oder andere kommt dir vage vertraut vor. Die Menge schwemmt voran, wie von einer unsichtbaren Hand geführt und du wirst einfach mitgenommen. Es geht durch zahlreiche enge, dunkle, schmutzige Gassen, in hunderten Windungen kommen stets neue Menschen hinzu. Schließlich kommt ihr auf einem großen Platz an. Dunkle Globen schweben in der Luft und erfüllen den Platz mit einem seltsamen Unlicht. Hier und da wachsen Dornenbüsche, die schwarze Rosenblüten tragen. Vor einem großen Tor aus schwarzem Metall, welches einen riesigen, dreiäugigen Drachen zeigt, steht ein eiserner Thron: groß, wuchtig, erhaben. Kaum hast du ihn erblickt, verhallen die Gongschläge und du fällst, synchron mit allen Anderen, auf die Knie. Ein kalter Hauch erfüllt dich Hier kommt der Herrscher der Stadt, allmächtiger Tyrann und gnadenreicher Monarch. Wie aus dem Nichts tritt eine schlanke Gestalt vor den Thron. Ein Mann, hochgewachsen, mit blasser Haut und ebenmäßigen Zügen. Angetan ist er mit Stiefel, Hose, Hemd und Wams, alle in schwarz, grau und dunklem blau gehalten. Eine silberne Rose, auf der eine Träne sitzt, ziert den Wams. An seiner Seite hat er ein Schwert gegürtet. Dieser Mann, der eine Aura austrahlt, der man sich nur schwer entziehen kann, hebt die behandschuhten Hände und spricht, mit dröhender Stimme: "Willkommen, meine Untertanen". Dann setzt er sich, und der Blick seiner kohlenschwarzen Augen schweift durch die Menge - und trifft DICH!

--- Schweißgebadet schreckst du aus dem Schlaf. Du kannst nicht einmal schreien, so trocken ist dein Mund. Das Blut rauscht in deinen Ohren und im ersten Moment glaubst du, deine brust würde zerspringen, so klopft dein Herz. Du bist immer noch an dem Ort, da du dich nieder gelegt hast. Draußen ist es dunkel, der Morgen scheint noch fern. Und doch weißt du nicht, ob du noch einmal wirst schlafen können, in dieser Nacht. Dabei war dies doch nur ein Traum. Nur ein böser Traum...